Neue Formen des Zusammenlebens in Westtünnen geplant.

Öffentlich geförderte Wohnungen für Wohnungssuchende mit besonderen Anforderungen.

Die Graphik des Architektenbüros Viktor Nachtigall  macht deutlich, dass das Gemeindezentrum der evangelischen Kirchengemeine Westtünnen/Mark um eine attraktive Komponente erweitert wird. Hell, klar gegliedert und unter Einbeziehung des alten Pfarrhauses entsteht eine Sozialeinrichtung für mehrere Bereiche. Ein Wohnbereich mit achtzehn Einheiten für bis zu drei Personen soll neu entstehen, natürlich absolut barrierefrei. Damit können etwa  30 Personen aus verschiedenen Altersgruppen hier wohnen. Mit einem sehr differenzierten Betreuungsangebot wird die Jugendhilfeeinrichtung Wellenbrecher  und der örtliche Verein für körper-  und mehrfachbehinderte Menschen unterstützend tätig werden. Denn junge Menschen mit Behinderung, die eigenverantwortlich  wohnen wollen, stehen vor vielen Herausforderungen: Wie muss mein zu Hause gestaltet sein, damit es meinem Unterstützungsbedarf entspricht? Muss ich jetzt alles selber machen? Wer unterstützt mich, wenn ich Hilfe brauche?  Das Pfarrhaus soll in diesem Zusammenhang nach einem entsprechenden Umbau als „Wellenbrecher Kinderhaus“ genutzt werden. Von einem Erzieherehepaar können dort drei Kinder zwischen drei und sechs Jahren, wie in einer Familie, betreut werden. Sicher eine aktuell bedarfsgerechte Idee.

Bei dem gesamten Projekt geht es nicht nur um professionelle Hilfen, es sollen auch örtliche Gruppen  eng vernetzt werden. Das bestehende Gemeindezentrum mit Gemeindesaal, Kirche und Kindergarten, die angrenzenden Bereiche von Förderschule und Grundschule bilden dann mit der neuen Einrichtung ein „Gesamtzentrum“ für ein gutes Zusammenleben im Quartier. Sicher ein Gewinn für das Leben aller Bürger im Bezirk, in der jeder Mensch akzeptiert wird und gleichberechtigt und selbstbestimmt an diesem teilhaben kann, also Inklusion in der Lebenspraxispraxis.

Den Kommunalpolitikern wurden die grundsätzlichen Planungen in einzelnen Abschnitten schon  vorgestellt. Als Baubeginn ist die zweite Jahreshälfte 2018 vorgesehen, die Bauzeit wird mit etwa einem Jahr kalkuliert.