„Hohe Schule“ im Hundesport.

Obedience Meisterschaften im Schatten des Pilsholzes.

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Etwas versteckt, zwischen neuer Werler Straße und dem Naherholungs-gebiet Pilsholz, liegt das Vereinsgelände des Vereins für Deutsche Schäferhund e. V. der Ortsgruppe Hamm im Landschafts- schutzgebiet. Die intensiv genutzte Fahrradweg-verbindung von der Rottwiese zur Werler Straße wird deshalb von den Ortskundigen auch „Am Hundelatz“ genannt, weil man dort den Trainingsbetrieb einsehen kann. Dieser  Trainingsplatz des anerkannten und zertifizierten Schäferhundevereins ist in diesem Jahr durch eine Deutsche Meisterschaft in dem Bereich Obedience kräftig aufgewertet worden. Aus ganz Deutschland waren sie angereist, die Teams aus Mensch und Tier, teilweise und sicher auch praktisch, mit dem Wohnwagen, die die großzügige Platzanlage in ein buntes, mobiles Hotel verwandelte.

Die Verbundenheit mit Tieren, besonders mit Hunden, war dann auch der Kernpunkt des Grußwortes von Paul Mielke, stellv. Bezirksvorsteher des Stadtbezirks Hamm – Rhynern und Schirmherrn der Veranstaltung. Denn in einem noch von aktiver Landwirtschaft geprägtem Bezirk, gibt es diese praktische Bindung noch:

Rottwiese 17.1

„Wenn vom Hund gesprochen wird hat man immer noch den Schäferhund vor Augen. Er symbolisiert Treue, Verlässlichkeit, Wachsamkeit und Anhänglichkeit. Der Hund hat ein feines Gespür für den Gemüts- oder Gesundheitszustand von seinem Frauchen oder Herrchen. Das hat kein anderes Tier“. Aber auch: „Bei Gesprächen mit Teilnehmern an der Meisterschaft war ich erstaunt, wie oft trainiert wird. Mehrmals in der Woche geht es auf den Übungsplatz. Auch die Übungen sind nicht einfach. Eine Trainingseinheit  besteht aus mehreren Elementen z.B. eine gewisse Zeit muss der Hund sitzen der Partner stehen. Auf Fingerzeig kommt der Hund, mit Fingerzeig setzt sich der Hund neben seinen Partner“.

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Obedience (engl. : „Gehorsam“) ist in Deutschland eine der jüngeren Hundesportarten. In dem anspruchsvollen Wettbewerb, hier in Hamm Berge die Deutsche Meisterschaft, wird grundsätzlich das kooperative und kontrollierte Verhalten des Hundes überprüft. Besondere Kriterien sind der gute Kontakt zwischen Hund und Hundeführer, sowie das selbstverständliche  Gehorchen des Hundes. Das gilt auch bei einem gewissen Abstand zwischen Hund und Mensch. Der Sinn und das Ziel dieser Sportart liegen in der perfekten Kommunikation zwischen zwei gleichberechtigten Partnern. Das zwei- und vierbeinige Team soll die gestellten Aufgaben und Übungen harmonisch, schnell und exakt ausführen. Von einem international besetzten Gremium mit entsprechenden Assistenten wurde die Prüfung abgehalten. Der eiengende Begriff „Gehorsam“ wird dem Anforderungsprofil dieser Sportart eigentlich nicht mehr gerecht.

Rottwiese 17.6

Der erste Prüfungstag An der Rottwiese galt für alle Hunderassen. Der zweite Tag war den Deutschen Schäferhunden vorbehalten. Neunzehn Teams stellten sich der Prüfung, für den Laien mit verblüffenden Ergebnissen an Übereinstimmung und exakter Aufgaben-bewältigung. Diese korrekte Aufgabenbewältigung  ist aber nicht alles. Es geht vielmehr darum, dass der Hund Freude an der Bewältigung seiner Aufgaben hat, die Einheit zwischen ihm und dem Hundeführer muss erkennbar sein.

Bei der großen Siegerehrung für die einzelnen Prüfungsklassen wurde es dann richtig emotional. Begleitet von „We Are the Champions“ von Queen marschierten die Teilnehmer mit ihren Hunden zum Treppchen.  Der krönende Abschluss war dann die Hymne für die Erstplatzierten, aber noch mehr die Freude über das Erreichte.

Das ist eine Sportart die der Mensch und Hund auch im Alter betreiben kann, denn der Sinn ist die partnerschaftliche Beziehung zwischen Mensch und Hund. Eine Sportart  und eine Meisterschaftsprüfung die zu unserem Stadtbezirk passt. ( Bilder A. Schipp)