Achtung und Respekt als Grundlage eines friedlichen Miteinanders.

 

Gesellschaftliche Veränderungen als Kernthema des Grußwortes von Oberbürgermeisters Thomas Hunsteger – Petermann beim Neujahrsempfang in Hamm – Rhynern.

„Schon seit langen beobachte ich gesellschaftliche Veränderungen, die mich berühren und traurig stimmen. Konkret meine ich die zunehmenden Beleidigungen, öffentliche Anfeindungen und persönliche Drohungen, die in der letzten Zeit in erheblicher Weise angestiegen sind – und das nicht nur in den sozialen Netzwerken“, so beschreibt der Oberbürgermeister beim

Neujahrsempfang seine aktuellen Wahrnehmungen in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens. Anonymität von Netzwerken trage dazu bei, Grenzen des Anstandes zu unterschreiten, aber auch Seiten der heimischen Medien bzw. andere Anbieter mischten kräftig mit. „Meinungsfreiheit ist ein hohes Gut, Meinungsfreiheit erlaubt aber nicht alles, ist kein Freifahrtschein für alle möglichen Diffamierungen und Unverschämtheiten“, so der Oberbürgermeister weiter. Die Reihe der Entgleisungen beträfen heute nicht nur Politiker. Rettungskräfte und Polizisten, die häufig ihr Leben einsetzten würden bedroht und geschlagen, Sternsinger, die sich in den Ferien auf den Weg gemacht haben um für notleidende Kinder und Hilfsprojekte zu sammeln, würden bedroht.

Zufriedenstellende Erklärungen für dieses Verhalten gibt es eigentlich nicht, nur allgemeine Unzufriedenheit für diese verbalen und tätlichen Entgleisungen anzunehmen ist eigentlich zu substanzlos. „Denn es gehe uns gut, so gut wie lange nicht mehr“, so der Oberbürgermeister. Eine historisch niedrige Arbeitslosenquote, mehrere Großprojekte in Hamm, wie ein neues Innovationszentrum, die Entwicklung der Kanalkante und das Projekt Erlebnisraum Lippe Aue ständen aktuell an. Auch die weißen Flecken der Internetversorgung – besonders in den Dörfern und Randlagen – würden so schnell wie möglich verschwinden. Besonders betonte der Oberbürgermeister den Ausbau der „Kita – Landschaft“. Bis 2020/21 werden elf neue Einrichtungen für 590 Kinder entstehen. Dank der entsprechenden Förderprogramme werden u.a mehr als 100 Mio Euro in Schulen investiert, um das passende Umfeld für „Lernen“ zu schaffen, dazu gehört auch die „Digitalisierung“ der Schulen.

Als Wünsche für das neue Jahr, vom Beifall der Besucher begleitet, gab das Stadtoberhaupt aus: Ein positives Bewusstsein für neue oder verbesserte Einrichtungen entwickeln, den Umgang mit Mitmenschen achtsamer und respektvoller gestalten und die Bereitschaft, allen Menschen in unserer Stadt eine faire Chance zu geben.

Alles Gute für ein neues Jahr in Zufriedenheit und Gesundheit.